Article: Matcha richtig zubereiten: Schritt für Schritt

Matcha richtig zubereiten: Schritt für Schritt
Matcha braucht wenig. Pulver, Wasser, eine Schale, einen Besen. Und ein paar Minuten Aufmerksamkeit.
Das Ergebnis hängt an Details. Menge, Temperatur, Bewegung. So gelingt er.

Was du brauchst
- Chasen. Der Bambusbesen schlägt den Matcha auf.
- Chashaku. Der Bambuslöffel zum Dosieren.
- Eine Schale. Breit genug für die Bewegung des Besens.
- Ein feines Sieb. Gegen Klümpchen.
- Matcha in Ceremonial Grade. Zum Beispiel Sora für jeden Tag.
Alle Werkzeuge zusammen gibt es im Ceremony Set.
Usucha. Der dünne Matcha
Usucha ist die Form für jeden Tag. Leicht, mit feinem Schaum.
- Vorwärmen. Heißes Wasser in die Schale geben und den Chasen kurz eintauchen. Die Borsten werden weich und brechen seltener. Wasser ausgießen, Schale abtrocknen.
- Sieben. 2 g Matcha in die Schale sieben. Das sind etwa zwei Löffel mit dem Chashaku.
- Wasser. 70 bis 80 ml Wasser dazugeben. Die Temperatur liegt bei 70 bis 80 Grad. Kochendes Wasser macht Matcha bitter. Lass es nach dem Kochen ein paar Minuten stehen.
- Aufschlagen. Den Besen locker halten und aus dem Handgelenk in Form eines M oder W schlagen. Etwa 15 bis 20 Sekunden. Im Kreis zu rühren bringt keinen Schaum.
- Abschließen. Steht feiner Schaum, den Besen langsam zur Mitte führen und herausheben.

Trink ihn direkt. Matcha setzt sich ab, wenn er steht.
Koicha. Der dicke Matcha
Koicha ist dichter und intensiver. Er verlangt einen Matcha mit viel Süße und wenig Bitterkeit. Tsuki ist für genau diesen Moment gemacht.
- 4 g Matcha sieben.
- 30 bis 40 ml Wasser, ebenfalls um 75 Grad.
- Langsam kneten statt schlagen. Der Besen bewegt sich in ruhigen Bahnen, bis eine glatte, glänzende Paste entsteht. Ohne Schaum.
Koicha trinkt man in kleinen Schlucken.
Usucha und Koicha im Vergleich
| Usucha | Koicha | |
|---|---|---|
| Matcha | 2 g | 4 g |
| Wasser | 70 bis 80 ml | 30 bis 40 ml |
| Temperatur | 70 bis 80 Grad | um 75 Grad |
| Bewegung | schnell in M Form schlagen | langsam kneten |
| Ergebnis | leicht, mit feinem Schaum | dicht, glänzend, ohne Schaum |
| Unser Matcha | Sora oder Hibiki | Tsuki |
Wasser macht den Unterschied
Matcha besteht fast nur aus Wasser. Seine Qualität schmeckt man.
Berliner Leitungswasser ist hart. Viel Kalk drückt Süße und Umami nach unten, der Matcha wird flach.
Wir empfehlen Volvic, das stille mit dem grünen Etikett. Weich, wenig Mineralien, überall zu bekommen. Viele Specialty Coffee Bars arbeiten aus demselben Grund damit.
Wer lieber filtert: Ein Tischfilter macht Leitungswasser weicher. Frisch gefiltert schmeckt es am besten.
Den Chasen pflegen
Nach dem Aufschlagen den Besen in warmem Wasser ausspülen. Ohne Spülmittel. Danach auf einem Chasen Halter trocknen lassen. So behält er seine Form.
Typische Fehler
- Zu heißes Wasser. Der Matcha wird bitter.
- Ohne Sieb. Es bleiben Klümpchen.
- Im Kreis gerührt. Es entsteht kein Schaum.
- Zu viel Kraft im Arm. Die Bewegung kommt aus dem Handgelenk.
Häufige Fragen
Geht Matcha auch ohne Bambusbesen?
Ja. Ein elektrischer Milchaufschäumer oder ein gut verschlossenes Glas zum Schütteln funktionieren. Der Schaum wird gröber, der Geschmack bleibt. Für feinen, dichten Schaum gibt es nichts Besseres als den Chasen.
Wie komme ich ohne Thermometer auf 80 Grad?
Wasser aufkochen und einige Minuten stehen lassen. Oder es einmal in eine kalte Tasse umgießen. Jedes Umgießen kühlt das Wasser um etwa 10 Grad ab. Der Trick wärmt gleichzeitig die Tasse vor.
Wie viel Matcha am Tag?
Eine bis zwei Schalen sind für die meisten ein guter Rahmen. Matcha enthält Koffein. Wer am Abend etwas Warmes ohne viel Wachheit möchte, greift zu Kō, unserem gerösteten Hojicha.
Wie lagere ich Matcha nach dem Öffnen?
Kühl, dunkel und gut verschlossen. Licht, Wärme und Luft nehmen ihm Farbe und Aroma. Am besten schmeckt er in den ersten Wochen nach dem Öffnen. Wer ihn im Kühlschrank lagert, lässt die Dose vor dem Öffnen auf Raumtemperatur kommen. So bildet sich kein Kondenswasser.
Was ist der Unterschied zwischen Ceremonial Grade und Culinary Grade?
Ceremonial Grade steht für Matcha aus jungen, zarten Blättern, fein gemahlen und gemacht, um pur getrunken zu werden. Culinary Grade ist kräftiger und herber, gedacht zum Backen und Mischen. Die Begriffe sind nicht geschützt. Was zählt, ist der Geschmack in der Schale: Süße, Umami, keine harte Bitterkeit.
Wer erst herausfinden will, welcher Matcha zu ihm passt, findet alle vier Sorten im Discovery Set.
Ein paar Minuten. Ein Ritual das jeden Tag trägt.
AMIKA MATCHA.